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Bericht vom ELAS-Tag 2009 Am 31. Oktober war es so weit. Die ASS - Alkohol- und Sucht-Selbsthilfe e.V. hatte alle Mitglieder der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtkrankenhilfe (ELAS) zu einem Tag der Begegnung eingeladen. Die einen kamen, um sich den Vortrag von Rolf Hüllinghorst "Warum Selbsthilfe in der Suchtkrankenhilfe" anzuhören, andere wollten alte Freunde wieder sehen und den Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten suchen. Rund 400 Teilnehmer konnte der Vorsitzende der ASS - Alkohol- und Sucht- Selbsthilfe e.V. Herbert Everts in der Hegelsberghalle in Griesheim begrüßen. Die ASS hatte den Begegnungstag mit ihrer Feier 25 Jahre ASS - Alkohol- und Sucht- Selbsthilfe e.V. verbunden. Die ASS hatte sehr gut für das leibliche und Geistige Wohl ihrer Gäste gesorgt. Ab 9:30 Uhr waren alle Teilnehmer zu einem kleinen Imbiss geladen. Um 10 Uhr stimmte der Männerchor der Liedertafel Griesheim die Teilnehmer musikalisch auf den Tag ein. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der ELAS, Frau Johanna Alef-Bill, der Geschäftsführerin der ELAS, Frau Sonja Linke, und den Vorsitzenden der ASS, Herbert Everts, konnten die Teilnehmer als ersten Höhepunkt des Tages den Ausführungen von Herrn Hüllinghorst lauschen. Herr Hüllinghorst war bis Ende 2008 der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren. In seinem Vortrag hob er immer wieder den Stellenwert der Selbsthilfe in der Suchtkrankenhilfe hervor. Nur durch die gute Arbeit die in den Selbsthilfegruppen geleistet wird, haben Betroffene eine gute Chance für ein zufriedenes abstinentes Leben. Nur durch den Einsatz der Ehrenamtlichen in der Suchtkrankenhilfe ist es erst möglich dauerhaft ohne Suchtmittel leben zu können. Auch wären die Kosten die durch die Behandlung der Abhängigkeitserkrankten entstehen gar nicht zu finanzieren. Hier leistet die Selbsthilfe eine große gesellschaftliche Hilfe zum Wohle aller Versicherten. Nach dem Vortrag von Herrn Hüllinghorst stellte die Autorin Viktoria Tapp ihr Buch "Zusammen besiegen wir den Alkohol" vor. Frau Tapp hat als Angehörige eines suchtkranken Ehemannes lange Jahre unter den Trinkgewohnheiten ihres Mannes gelitten. Ihre Erfahrungen und ihren Weg in die Freiheit hat sie in ihrem Buch beschrieben. Danach wurden alle Teilnehmer zu einem Mittagessen eingeladen. Der absolute Höhepunkt hatte die ASS sich für den Nachmittag aufgehoben. Der Schauspieler Karl Maslo trat nun mit dem Solo-Stück von Mark Lundholm, Süchtig - relativ komischer Stoff, auf. Das Theaterstück ist schonungslos, aber nicht Mitleid heischend. Es geht um Sucht, um Süchte überhaupt, ohne erhobenen Zeigefinger oder moralischen Parolen. Es zeigt die Grausamkeit von Sucht - und ist dabei grausam komisch. Es verklärt nicht, klagt nicht an, ist aber gnadenlos mit den Süchtigen. Abgerundet wurde der ELAS-Tag 2009 durch den Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde Riedstadt-Leeheim. Durch die gekonnten guten Darbietungen des Gospelchores wurde ein schöner Schlusspunkt gesetzt. So konnten alle Teilnehmer eingebettet in Musik einen schönen informativen Tag erleben. Herbert Everts |